Politik

Zur Klärung meinRückblick vom August 2007

Anfang der 90er-Jahre habe ich ein Thema auf die Tagesordnung von Politik und Gesellschaft gesetzt, das bis dahin unter Fachleuten diskutiert wurde: Scientology!

Ich holte es aus der Nische der Experten und konfrontierte die Leser zu diesem Themenkreis in meinen sechs Sachbüchern (3 davon wurden Bestseller) und einem Jugendroman sowie die Zuhörerschaft meiner Vorträge.

Um Missverständnisse auszuräumen: Ich behandelte das Thema gesellschaftspolitisch und ausschließlich als Autorin und freie Publizistin. Ich wollte keine Planstelle, keine Steuergelder und ich wollte nie Sektenbeauftragte sein und auch nie eine werden.

Die Frage, weshalb es zum Thema Scientology keine Rechtssicherheit gibt, beschäftigte mich über Jahre. Erstaunt bin ich heute noch, mit welchen zwiespältigen Informationen ich mich auseinandersetzen musste.

Aufgrund meiner Publikationen und den Vorträgen war ich ständig massiven Attacken vonseiten Scientology ausgesetzt. Trotzdem trieb mich eine einzige Frage vom Buch zu Buch: Weshalb gelingt es nicht, das Thema in der Sache zu diskutieren, und weshalb fehlt uns Bürgern die notwendige Rechtssicherheit?

Meine Fragen an die Politik verhallten.

Nehmen wir nur das Wort „Kirche“ kein geschützter Titel, jeder kann seine Ideen in diesem Wort verpacken, unsichtbar machen. Umgangssprachlich wird das Wort Kirche zum Schutzschild für diejenigen, die ihre wahre Absichten und Pläne dahinter verstecken.

Scientology wurde wellenartig zum Wahlkampfthema der einzelnen Parteien und Politikern, dass die Medien prächtig ausschlachteten. Nach jeder Wahl verebbte das Interesse der kleinen wie der großen Politik an Scientology.

So habe ich mehr als 11 Jahre versucht Scientology gesellschaftspolitisch nach den Statuten eines Rechtsstaats klären zu lassen.

Gelungen ist es nicht.

Hier liegt begründet, weshalb das Thema SC unweigerlich zur Polarisierung führte. Das kann nur nachvollziehen, wer sich in diesem Dschungel zwischen Freund und Feind zwischen Information und Desinformation sowie zwischen Interessenkartellen bewegt hat. Von staatlicher und kirchlicher Seite entstanden Broschüren und Planstellen, Tagungen und eine endlose Fülle von Worthülsen.

Geklärt wurde dadurch – wie die neuesten Informationen zeigen – bis heute nichts!

Für verschiedene Interessengruppen wurde das Thema SC nach Belieben als Steigbügel benutzt. Im Tanz um das Goldene Kalb „Steuertopf“ reihten sich immer mehr Personen als „Sektenexperten“ ein, je mehr das Thema öffentlich diskutiert wurde!

In meinen Büchern habe ich kontinuierlich darauf hingewiesen Aufklärung nicht nur als Wort und berufliche Absicherung zu sehen. Bei näherer Betrachtung wie mit dem Thema Sekten Weltanschauungs-und Psychogruppen umgegangen wird, kamen mir immer mehr Zweifel an der Arbeit der Sektenbeauftragten.

Das wurde mir übel genommen. „Nestbeschmutzer“ war einer der harmlosen Vorwürfe an mich. Versuche, mich über Verleumdungen zu schädigen, gehören zu meinem Alltag. Der Überbringer der schlechten Nachricht wurde früher geköpft! Heute wird versucht dieses „Köpfen“ über Rufmord zu vollziehen!

Und trotzdem bleibe ich dabei: Die Unsicherheiten in der Bevölkerung entstanden und entstehen hauptsächlich dadurch, wie egomanisch geprägte Beauftragte mit diesem Thema seit Jahrzehnten umgehen.

Im Jahr 2000 wurde mir immer klarer, es geht dem überwiegenden Expertenkreis nicht um die Sache, nicht um eine von mir geforderte gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Gruppierungen, sondern um Machtspiele der einzelnen Beauftragten untereinander und vor allem um deren Besitzstandswahrung.

Mein Ziel war aber von Anfang an Klärung und Rechtssicherheit im Umgang mit dem Thema Scientology.

Durch meine erfolgreichen Publikationen und Vorträge war ich nicht nur den Angriffen der Scientologen ausgesetzt, sondern auch den Neidattacken der Sektengegnerszene sowie deren Handlanger. Kirchliche Sektenbeauftragte vergaloppierten sich in ihrem Zorn auf meine Veröffentlichung so weit, dass sie Aufklärung verhindern wollten. Über Diffamierungen versuchten sie meinen Jugendroman „Gefährliche Neugier“ an einer hessischen Schule zu stoppen und griffen einen Minister über einen Zeitungsartikel an, der mein Engagement unterstützte. Vom Büro des Ministers wurde mir die Unsinnigkeit der Angriffe bestätigt. Schulleiter Religionslehrer Eltern und Schüler entsetzten sich über das Vorgehen der Sektenbeauftragten und solidarisierten sich mit mir. Einige Eltern informierten mich, dass sie den Versuch Aufklärung zu verhindern, vonseiten der Sektenbeauftragten, so entrüstet hat, dass sie deshalb aus der Kirche ausgetreten sind!

Weshalb ich durch die Vorkommnisse immer mehr zur Fragenden wurde und einzelne Personen, Vorgänge sowie Vernetzungen der alimentierten Sektengegner hinterfragte.

Meine Recherchen zum Thema Scientology und deren Kritiker war eine prägende Lebenserfahrung. Die Führungselite der Sektengegnerszene entlarvte sich mir gegenüber bereits Ende der 90er-Jahre, indem sie genau das Repertoire gegenüber ihren Kritikern einsetzt, das sie selbst den Sekten vorwirft.

Bis heute zu feige, sich einem offenen Gespräch zu stellen, wurde und wird mit versteckten Verleumdungen agiert und werden Gerüchte gestreut, wird versucht, ihre Kritiker mit allen Mitteln mundtot zu machen.

Die Masken der „Gutmenschen“ bröckeln damals wie heute, wenn es um den Umgang mit Gegnern geht. Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen, gehetzt, verleumdet und intrigiert.

Christlichkeit habe ich am allerwenigsten in dieser Sektengegnerszene erfahren.

Um Aufklärung bemüht, begegnete ich hautnah ideologischem Fanatismus, Rufmord von beiden Seiten und dem Missbrauch von Meinungsfreiheit. Der sogenannten „Aufklärungsszene“ geht es meiner Ansicht nach nicht um Klärung, sondern überwiegend um Existenzsicherung auf Kosten der Allgemeinheit. Wir, die Steuer- zahlende Bürgerschaft sind dabei nicht nur die Ahnungslosen, sondern durch das Weglassen von Fakten auch die manipulierten Dummen.

Sektenaufklärer bringen immer wieder dasselbe sehr begrenzte Repertoire, ohne zu einer Lösung zu kommen, weil eine Lösung nicht im Repertoire in dieser Szene enthalten ist.

Meine kritische Grundeinstellung gegenüber Scientology hat sich nicht geändert.

Nur, das Thema Scientology sah ich nicht als endlose Lebensaufgabe. Die ständigen Wiederholungen der Gefahr, ohne tatsächlicher Klärung und ohne Rechtssicherheit fingen an, mich zu nerven. 2001 entschied ich, einen Schlussstrich zu ziehen.

Selbstkritisch hinterfragte ich, wie Aufklärung zu einer Farce werden konnte. Wellenartig stürzten sich schon damals die Medien im Wettstreit um die Schlagzeilen auf das Thema und oft wurde die journalistische Sorgfaltspflicht der Sensationsgier geopfert.

Immer um Offenheit bemüht und um Gerüchten keine Nahrung zu geben, wollte ich das Thema nicht beenden, ohne aufzuzeigen, wo die Gefahren für einen Klärungsprozess lauern, vor allem wo durch einen, in sich geschlossenen Kreis von Sektenexperten, in dem Machtkartelle und eisernes Schweigen über Missstände herrschen, auch die Gefahren für einen Rechtsstaat lauern.

Für mich war und ist tatsächliche „Aufklärung“ gescheitert. Deshalb entstand mein Buch „Die Schattenspieler“! Ich wollte damit eine offene kontroverse Diskussion in Gang bringen, wie sie in einem Rechtsstaat möglich sein muss!

Genau das wurde mir von der Zunft der „Sektenexperten“ übel genommen.

Leider fehlt diesen Sektengegnern bis heute die Größe, sich einer fachlichen sowie sachlichen Auseinandersetzung zu stellen. Viele Diskussionen wären überflüssig. Es gebe Rechtssicherheit und weniger Rufmord, verbunden mit dem Wort Scientology.

Nach Erscheinen meiner ersten beiden Bestseller 1994 („Scientology ich klage an“ und „Scientology die Zeitbombe in der Wirtschaft“) war ich zeitgleich in beiden Lagern, -bei Scientology und deren Gegnern- ein Dorn im Auge. Und so begann sich das Verleumdungskarussell zu drehen. Damals tat ich es als dumme, aber typische Neidreaktion der Szene ab. Und erlebte Rufmord in allen Facetten.

Scientology verteilte die Aussagen von Sektenbeauftragten gegen mich auf ihren Flugblättern. Sektengegner benutzten und benutzen bis heute die schwarze Propaganda der Scientologen gegen mich. Getarnt als Meinungsäußerungen wurde ich über Jahre mit Diffamierungskampagnen vom Sektengegnerkartell überzogen.

Eine weitere Steigerung gab es nach Erscheinen meines Buches „Die Schattenspieler“! Die Zunft wollte mit dem Inhalt des Buches nicht konfrontiert werden. Und was bleibt dann, nachdem das Buch nicht verhindert werden konnte?

Eine Diffamierungskampagne wurde gestartet. Nein, nicht offen, sondern so, wie das System Rufmord funktioniert. Hinter vorgehaltener Hand, über Dritte im Internet lanciert, indem jeder den anderen zitiert und durch gezielte Desinformation, indem Fakten weggelassen werden. Damit soll bis heute die Diskussion um eine gescheiterte Aufklärung und die daraus entstandenen Folgen verhindert werden.

Als Verleumdungskampagnen meine Existenz bedrohten, musste ich zur Schadensbegrenzung den zivil- und strafrechtlichen Klageweg beschreiten, auf dem ich mich, nach Lage der Dinge, noch eine ganze Weile aufhalten muss.

Es war und ist eine teilweise völlig absurde Situation. Durch Verleumdungskampagnen bin ich gezwungen, juristisch gegen Personen vorzugehen, die sich bis heute medienwirksam positionieren, um die Vorgehensweisen von Scientology gegen Kritiker anzuprangern. Dieselben Personen wenden genau die Mechanismen an, um ihre eigenen Kritiker mundtot zu machen, die sie als „Sektenexperten“ bei Scientology anprangern.

Dadurch entstand für mich immer mehr das Bild einer Symbiose zwischen Scientology und deren Gegnern.

Folgende Fragen sind seit Jahren unbeantwortet:

– Wer schaut von wem ab?

– Ist es zulässig, wenn unter dem Deckmantel von „Aufklärung“ Existenzen vernichtet werden?

– Werden bewusst und gewollt Persönlichkeitsrechte ausgehebelt?

– Wird die Öffentlichkeit gezielt durch Lügen durch Weglassen desinformiert?

– Weshalb werden diese angewandten Methoden des Kartells der

Sektengegner von politischen Kreisen akzeptiert?

– Wem nutzen diese Methoden?

– Warum ist eine offene Diskussion in der Sache nicht möglich?

Die Ist-Situation 2007 bestätigt meine jahrelangen Erfahrungen mit der

Aufklärungsszene und deren eigenen Interessen!

Durch die Expansion von Scientology festigen sich nicht nur die Planstellen für Sektenbeauftragte von Staat und Kirche, sondern Neue werden in Aussicht gestellt.

In der Wirtschaft nennt man so einen Zustand Aufschwung! Der nutzt dem Marketing der Planstellenbesetzer. Immerhin können sie am Ende des Jahres die „Wichtigkeit“ ihrer Funktion durch Medienauftritte dokumentieren.

Wer fragt da noch, ob es der Klärung in der Sache nutzt? Richtig! Niemand.

Was tatsächlich fehlt, sind Redaktionen, die nicht nur Meldungen abschreiben, sondern Fragen stellen. Es fehlen Redakteure, die Zeit für genaue Hintergrundrecherchen bekommen. Die sich nicht von einer Position blenden lassen und den Weg der juristischen Sicherheit gehen. Nach dem Motto: Wenn das ein offizieller „Sektenbeauftragter“ sagt, kann ich es ungeprüft schreiben.

Ich habe bereits 2002 erkannt: Aufklärung, die zur Klärung führt, ist weder in der Szene der sogenannten Experten erwünscht, noch von der Politik gewollt. Wäre es anders, gäbe es heute eine völlig andere Sachlage!

Populistische Forderungen wie sie im August 2007 gestellt wurden: „Eine einheitliche Front gegen Scientology bilden“ oder „Scientology muss verboten werden“ gehören zu den medialen wellenartigen Auswüchsen, die mit diesem Thema verbunden sind.

Die Frage nach der Rechtssicherheit bleibt bestehen. Warum wurde diese bis heute – nach immerhin über 40 Jahren Scientology in Deutschland – trotz dem Heer von Sektenbeauftragten und der Beobachtung durch den Verfassungsschutz nicht erreicht?

Was wurde in diesem Thema – außer Verunsicherung – tatsächlich erreicht? Zahlen wir mit unseren Steuergeldern Planstellen als Alibifunktionen?

Denn wie bitte passen diese neu formulierten populistischen Forderungen zu den Fakten?

Im Februar 2003 erteilte das eigenständige Bundesamt für Finanzen, rechtlich untergeordnet dem Bundesminister der Finanzen (2003 Finanzminister Eichel SPD) der Scientology Organisation die steuerliche Befreiung für Lizenzgebühren die an Scientology USA fließen. Der Grund ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Deutschland.

Ist das nun Realsatire? Denn genau diese steuerbefreiten Unterlagen sind es, die der Verfassungsschutz und die Sektenbeauftragten als Grundlage für ihre Warnungen und Verbotsforderungen nehmen.

Als ich 1994 juristische und politische Klärung in dem Thema forderte, wurde ich von genau den „Sektenexperten“ massiv angegriffen, die heute – 13 Jahre später

– populistisch die Verbotskeule schwingen.

Selbst politisch konservative Kreise warnen offen vor diesem Verbotsschritt. Warum? Weil das Thema bis heute ungeklärt ist und es keine Rechtssicherheit gibt! Und wer ist dafür verantwortlich?

Eine selbstsüchtige Szene, die nur ihre Planstellen im Sinn hat, sonst nichts! Selbstüberschätzung bis hin zur Omnipotenz sowie unqualifizierte Antworten auf Fragen über die Beweislage reihen sich aneinander.

Feindbildfestigung führt aber nicht zu einer Klärung!

Die Aussage, dass bestimmte Vorgänge in einer Demokratie nicht möglich sind, muss man in Verbindung mit dem Thema Scientology mit großer Vorsicht äußern: Denn das Kartell der Sektenexperten und deren Tross urteilt sofort – wer nicht mit uns zieht – ist unser Feind!

So befinde ich mich aufgrund meiner berechtigten Fragestellungen über den Umgang mit dem Thema in sehr guter Gesellschaft. Denn immerhin teilen der Regisseur Florian Henkel von Donnersmarck, der Schauspieler Müller-Stahl, die ehemaligen Bürgermeister Diepgen und Schütz bis hin zu Schauspieler Sky du Mont meine Ansichten, was in einem Rechtsstaat die Grenzen der Auseinandersetzung betrifft.

Gegen die Verleumdungen gegen mich, die heute noch gezielt im Internet und subtil über einzelne Personen verbreitet werden, habe ich mich erfolgreich gewehrt, und werde ich mich weiter mit juristischen Schritten wehren. Genau mit derselben Offenheit, mit der ich mich gegen die Angriffe von Scientology wehrte.

Aus der nun entstandenen Distanz sehe ich statt Aufklärung Fanatismus, statt Dialog Verleumdung, erkenne, es hat sich nichts geändert, seit ich mich mit der Aufklärung und Aufarbeitung eines Kraken – Systems beschäftige, bei dem zwei neue Arme nachwachsen, wenn einer enttarnt wird und wegkommt.

Nun denn, die in den Medien über das Sommerloch losgetretene Welle zum Thema Scientology wird wieder abebben, so lange, bis jemand wieder Lust auf Medienrummel bekommt und eine neue Welle in Gang setzt. Und weiter nichts geklärt wird!!

Renate Hartwig

August 2007

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Die Frage – WARUM – 32 Jahre später!

Vor 32 Jahren, war der 7.März 1994 für mich und den Pattlochverlag kein normaler Tag. Mein Buch „Scientology – ich klage an“ wurde in heimlicher Mission im Ausland gedruckt und kam erst am Abend vor dem Erscheinungstag über die Grenze. Die Medien wurden kurzfristig informiert. Hintergrund war, dem Versuch der SC zu entgehen, das Buch über einstweilige Verfügungen zu stoppen. Das gedruckte Buch hatte ich noch nicht gesehen, als ich am Morgen des 7. März in Berlin im ZDF Morgenmagazin saß und von Maybrit Illner interviewt wurde. Perfekt vom Verlag organisiert, wurde das Buch am selben Morgen in die Buchläden ausgeliefert. Es wurde innerhalb weniger Wochen, zu meinem ersten Bestseller!

Noch heute fragt mich meine Leserschaft, was es damals war und heute ist, was mich zu Veröffentlichungen treibt, die oft mit Auseinandersetzungen verbunden sind? Damals war es ein Kampf, den viele als einen Kampf zwischen David und Goliath bezeichneten. Ja, es war eine Aktivität in der Öffentlichkeit, die für ein sogenanntes Privatleben nur noch wenig Spielraum ließ. Und zu einem Leben, das eben auch im privaten Bereich durch notwendige Maßnahmen eingeschränkt war. Weitaus mehr, als öffentlich ist. Begleitet mit Angriffen, die Vorsichtsmaßnahmen notwendig machten, die unsere ganze Familie betrafen und belasteten.

Elf Jahre und insgesamt sieben Bücher lang beherrschte mein Leben die Aufklärung um das Thema SC.

Sechs Jahre davon war ich mit dem Thema Referentin für Unternehmen und deren Sicherheitsbeauftragte im Wirtschaftsministerium.

Als 2003 die damalige Regierung – SPD/ Bündnis 90/ die Grünen – basierend auf einer Entscheidung des Bundesamtes für Finanzen, infolge eines Abkommens zwischen Deutschland und USA Scientology Deutschland von Steuern befreite, konnte und wollte ich diese Diskrepanz nicht akzeptieren. Für mich völlig absurd, Scientology per Verfassungsschutz wegen den Lehren von Hubbard und deren Umsetzung zu beobachten, jedoch zeitgleich den Vertrieb dieser Lehren steuerlich zu befreien!!

Ich kündigte meine Referententätigkeit im Ministerium und machte in meinem Buch „Die Schattenspieler“ Hintergründe und Zusammenhänge der Szene der Aufklärung und des Staates öffentlich. Keine Frage, nicht ohne den Versuch, mich von Seiten der sogenannten „Aufklärungsszene“ zum Schweigen zu bringen.

Auch dies gelang nicht.

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, zeigt sich, dass ich immer wieder ähnliche Situationen durchlebte, zwar mit jeweils verschiedenen Themen und Menschen. Sobald ich irgendwo spüre, hier wird Freiheit eingeschränkt, bin ich nicht mehr zu halten.

Es ist die Leidenschaft für Freiheit und Gerechtigkeit, die mich noch immer bewegt, mit aller Kraft gegen Ideologen und Mechanismen zu wehren, die wie ein Schlachtermesser in das Leben anderer stoßen.

Es ist die Wahrnehmung, die mich empfindsam für den drohenden Verlust der Individualität macht. Die mich antreibt, gegen Menschenverachtung immer und überall Widerstand zu leisten. Es ist die Leidenschaft für die Freiheit, die mich erkennen lässt, dass es der Tod unserer Individualität und unserer Gesellschaft ist, wenn wir den Zielen von Ideologen nicht Zivilcourage entgegensetzen. Der größte Kumpan von Ungerechtigkeit und Freiheitsverlust heißt Egoismus, der zweitegrößte heißt Gleichgültigkeit, der allergrößte heißt Geld- und Machtgier!

Dem gegenüber steht Zivilcourage, die zwar im Durchhalten nicht leicht ist und auch nie war, doch bleibe ich nach wie vor aus Erfahrung dabei: Einmischen ist Bürgerpflicht!

Übrigens, so kann die oft gestellte Frage von nachkommenden Generationen – was hast du dagegen gemacht – durch Wahrnehmung und notwendiges Einmischen, in jedem Fall und jederzeit, beantwortet werden!

Renate Hartwig

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Wochenhalbzeit im Blick – Neid und die Folgen

Der Anlass waren gesellschaftspolitische Verstrickungen, weshalb ich schon als junges Mädchen begann, mich mit Gesellschaftsphänomenen auseinanderzusetzen. Kein Wunder, ich bin geprägt von meinem politisch aktiven Vater, und meiner, im christlichen im Glauben, starken Mutter.

Man benötigt kein Soziologiestudium, um zu erkennen, wie sich in allen Gesellschaftsschichten der Faktor Neid auswirkt. Böse Zungen behaupten, Deutschland sei die neidischste Nation der Welt .

Es gibt sogar Institute die Auswertungen machen, ob im Westen oder im Osten der Neidfaktor größer ist. Eines steht auf jeden Fall fest: Sobald jemand erfolgreich ist und der Erfolg wird in den Medien thematisiert, kann man eine Wette eingehen, dass diese Person in den darauffolgenden Wochen in irgendeiner Zeitung, irgendeiner Fernsehsendung negativ zerrissen wird.

Es scheint ein Gesellschaftsspiel zu sein, dass sich Erfolgreiche nicht lange an ihrem Erfolg freuen können. Sicher steht schon irgendwo ein Schmutzkübel bereit, den man dem Erfolgreichen überleeren kann.

Besonders die sogenannten „Besserverdienenden“ stehen im Schussfeld der gesellschaftlichen Ächtung. Durch eine Information aus dem Freundeskreis wurde ich aufmerksam und fing an, ganz intensiv die Folgen von Neid zu hinterfragen. Es ging um einen Mann, der ganz dringend zwei Kilometer von seinem Haus entfernt eine Möglichkeit suchte, eine Garage zu mieten.

Grund war der Neukauf eines Autos. Er wollte nicht, dass die Nachbarschaft dieses neue Auto zu Gesicht bekommt. Seine Sorge war nicht ganz unbegründet, denn zwei seiner Nachbarn kündigten ihm die Freundschaft, als er sich mit seiner Frau ein Jahr zuvor eine Reise nach China leistete. Es wurde hinter vorgehaltener Hand getuschelt und man schnitt ihn und seine Frau wann immer es ging.

Aufgrund diese Erzählung begann in unserem Freundeskreis eine heftige Diskussion über den Faktor Neid. Obwohl ich zu Beginn der Diskussion es als völlig überzogen ansah, wie sich dieses Ehepaar, wegen dem neuen Auto verhielt, musste ich nach einer gewissen Zeit zugeben, dass die Argumente was den Neid betrifft, nicht von der Hand zu weisen sind.

Wer traut sich denn schon tatsächlich, über sein Einkommen zu reden. Nicht mal im engen Freundeskreis, auch nicht in der Familie.Wie oft werden Kinder angehalten: „Kein Wort davon, dass wir eine neue TV Anlage haben“ sonst werden die Leute nur neidisch. Oder, der/die muss eine Menge verdienen, wenn sie sich laufend so teure Anschaffungen leisten können.

Wer anfängt genau hinzuhören und diesen Aspekt des Neides betrachtet, dem fällt auf, was fast nie gesagt wird. „Der/die hat Erfolg, deshalb können die sich das leisten.“ Oder: „Toll was die sich leisten können, das freut mich.“

Manches mal führt der Neid sogar zu existenzbedrohenden Situationen. Das zeigen die Intrigen und Diffamierungen denen Erfolgreiche oft ausgesetzt sind. Schadenfreude ist die Zwillingsschwester vom Neid.

Da bricht spontan Freude und Lachen aus, wenn es einem Erfolgreichen in irgendeiner Weise schlecht geht. Ein neidischer Mensch entwickelt auch unglaubliche Kreativität um den Beneideten zu schaden. Prominente können  ein Lied davon singen, wenn sie in Talkshows lächerlich gemacht werden und die Nation sich auf dem Sofa zu Hause vor Begeisterung auf die Schenkel schlägt.

Vielleicht kommt in unserer Gesellschaft, ein Teil der Stagnation, sowie die gefrustete Stimmung daher, da sich zu wenige trauen, offensiv und öffentlich erfolgreich zu sein. Es ist völlig daneben anzunehmen, dass derjenige, der erfolgreich ist, nicht gleichzeitig wahrnimmt wo es für andere Probleme gibt.

Das ganze Neidsyndrom fängt bereits im Kindesalter an. Schüler die leicht lernen und deshalb erfolgreich sind werden von ihren Mitschülern als Streber abgestempelt. Ein alter Spruch lautet: „Jeder Erfolg kostet Freunde!“ Leider hat der Erfolgreiche nicht die Möglichkeit mit seinen Neidern zu diskutieren, denn die stehen im lachend gegenüber und heucheln oft Freundlichkeit vor. Hinter dem Rücken wird aber gestichelt und so lange gesucht, bis man einen Punkt findet an dem man den geneideten Erfolg ankratzen kann.

Als ich begann,verschiedene, selbst durchlebte Situationen mit dem Neid zu analysieren, wurde mir klar: Die längst überfällige Diskussion, über die Zerstörungsmechanismen, mit denen der Neid einhergeht, sollte breit thematisiert werden!

Wie soll man reagieren? Das war auch Gegenstand unserer Diskussion. Ist übergehen besser oder die totale Konfrontation mit den Neidern? Kann man sich rechtfertigen für seinen Erfolg? Oder soll man lieber auf Tiefstapler machen um den Neid im Umfeld nicht zu wecken?

Nach dem interessanten Abend in einem der Round-Table-Gespräche in unserem Künstlerhaus, bei dem wir die Diskussion über den Neidfaktor führten, habe ich am Ende für mich selbst entscheiden.

Neidern begegnet man am besten, wenn man erfolgreich ist und bleibt und nicht noch, durch Misserfolg deren Schadenfreude schürt.

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Initiative IHK Mü/Ob Geschädigte!

Politik verspricht, IHK bricht!

Bereits Aischylos (gest. 456v.Chr.) sagte „Es ist nicht der Eid, der den Mann glaubhaft macht, sondern es ist der Mann, der den Eid glaubhaft macht.“

Die Frage der Glaubwürdigkeit von politischen Versprechen stellt sich nach der Corona-Krise für Unternehmen, insbesondere den Mittelstand, Künstler und Freiberufler.  

Bereits am 17. März 2020 wurde von Seiten des Wirtschaftsministeriums „aufgrund der Corona-Krise entstandene existenzgefährdende Wirtschaftslage bzw. Liquiditätsengpässe“ eine finanzielle Soforthilfe für gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe kommuniziert.

Am 19. März 2020 hat der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, vor dem Bayerischen Landtag seine Regierungserklärung über Bayerns Schutzschirm gegen Corona gehalten. Es galt das gesprochene Wort!

Auszug: (…Wir kümmern uns, wir lassen niemanden hängen, wir werden reagieren – und zwar nicht nur für die großen, sondern gerade für den Mittelstand und die vielen, vielen kleinen Betriebe in Bayern…)

Markus Söder sagte in seiner Regierungserklärung “Sie erhalten eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe (…) die nicht zurückgezahlt werden muss.”

https://www.bayern.de/bayerns-schutzschirm-gegen-corona

Wir Betroffenen können aufgrund unserer Erfahrungen nur mit dem Spruch von J.W.von Goethe antworten:

„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“

 Noch am 27. Februar 2021 hieß es „In Bayern wird auch kein allgemeines Rückmeldeverfahren durchgeführt (..) da die Verfahren für die Verwaltung – mit Ausnahme noch weniger laufender Nachprüfungen – grundsätzlich abgeschlossen sind“! Durch den Lockdown kam es zum   existenziellen Einbruch im Mittelstand, in der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie bei Soloselbstständigen.

Das politische Versprechen der Staatsregierung wurde durch die IHK Mü/OB gebrochen Die bot sich dem Wirtschaftsministerium an, die zuständigen Behörden bei der Arbeitsflut zu „entlasten“ und bekam den Auftrag! Zur Bearbeitung verwendet sie offenbar eine „ungetestete KI“. Dafür sprechen interne Widersprüche, die üblicher Software sonst fremd sind.

Dies von der IHK MÜ/OB benutzte Computersystem berücksichtigt keine Antworten, keine Einwände, keine Korrekturen – nicht einmal Anwaltsschreiben. Obwohl sie ausdrücklich zu Antwort oder Erwiderung auffordert. So wurde zu der bereits bestehenden Überbürokratisierung nun in der IHK ein zusätzliches Bürokratie-Monster geschaffen.

Bei den Schlussabrechnungen tauchten weitere „Regeln“ auf, bei denen sich Steuerberater und Rechtsanwälte die Haare raufen. Ob es Berechnungsgrundlagen, die „unerwartet“ zu beachtende Überkompensation, Hürden zwischen den Internetseiten von IHK und Elster oder Dokumente, die nur kurzzeitig und dann gar nicht mehr zu erreichen sind – wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, der benötigt gute Nerven.

Was die Verantwortlichen in der IHK, deren Programmierer oder eine KI aus einem eigentlich „normalen“ Vorgang machen, sprengt mein rechtliches Verständnis. Und das ist gut trainiert – nicht erst seit meinen Auseinandersetzungen mit Scientology und dem Krankenkassen- Abrechnungssystem!

Es dürfte weder Ministerpräsident Markus Söder noch Finanzminister Hubert Aiwanger gefallen, wie die IHK MÜ/OB den an Land gezogenen Auftrag ins Gegenteil verdreht. Die Maßnahmen in der Pandemie waren von politischer Seite als unbürokratische Hilfestellung gedacht und kommuniziert – für die existenziell betroffenen Unternehmen, insbesondere den Mittelstand und die vielen Angehörigen freier Berufe. Alle vertrauten den politischen Aussagen von wegen unbürokratischer Hilfe. Erlebt wurden stattdessen IHK-Absurditäten: 

  • Rückfragen der IHK-KI wurden mehrfach Samstag früh versendet, wo sicher kein Mitarbeiter am Platz ist.
  • Antwortfristen von z.B. 10 Tagen stehen am selben Tag im Portal auf 9 Tage verkürzt. Und es ist Wochenende.
  • So vergeht Zeit. Man scheint verpflichtet, täglich dieses IHK Portal einzusehen, um keine Frist für eine Klage zu verpassen. Ja, teure Klage auf dem Rechtsweg wird verlangt! Denn ein normaler Widerspruch oder auch nur eine Korrektur von Fehlannahmen der IHK oder Fehlern der Software ist „systembedingt“ ausgeschlossen.
  • Antworten auf dringlich gestellte Fragen bleiben unbeantwortet.
  • Rückfragen der IHK werden per Mail angekündigt. Der steinige Weg zu einer einfachen Rückfrage führt zunächst über eine IHK-Seite über das „Elster Portal“ zurück zur IHK und sind dort (selbst für Spezialisten) nur mit Zeitaufwand abrufbar.
  • Die Rückfragen verschwinden nach „Bearbeitung“ und sind dann nicht mehr abrufbar.
  • Aus dem nächsten Schreiben geht hervor, dass die Erwiderung der Rückfrage NICHT registriert worden war.
  • Eine persönliche Nachfrage an menschliche Mitarbeiter ist NICHT möglich.
  • Unter der Zentralnummer der IHK wird man „aufgeklärt“, dass Rückfragen ausschließlich über das „Portal“ möglich sind.
  • Die verschiedenen Portale (Elster und Direktantrag) sind für Normalbürger verwirrend und teilweise nicht auffindbar.

Weiter werden die den Hilfen zugrunde gelegten Einkünfte des Jahres 2019 von der Regierung von Schwaben, (Künstlerhilfe) und der IHK MÜ/Ob (Neustarthilfe) verschieden eingestuft. So entstehen trotz gleicher Angaben unterschiedliche Ergebnisse. Es gibt einen Gleichheitsgrundsatz – aber in der IHK mit ihrer Software wird hier massiv dagegen verstoßen!

Mein Mann und ich sind wie viele andere auch ein „Opfer“ dieser KI geworden. Ganz kurz: Wie viele andere stellten wir für den Verdienstausfall Künstler- und Neustarthilfe. Wir konnten während der Pandemie – von März 2020 bis Juli 2022 – keine Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, auch keine Kinderkreativ-und Sozialprojekte in Kindereinrichtungen durchführen.

Im Gegensatz zur Regierung von Schwaben (zuständig für Künstlerhilfe) war es in der IHK trotz Nachfragen nicht möglich, persönlichen Kontakt zu bekommen. Aufgrund der Vorgänge stellt sich heraus: die IHK LIEST unsere Antworten nicht!

Offenbar zieht hier eine „künstliche Intelligenz“ ein stures Schema durch. Das Schema ist allerdings weder künstlich noch juristisch intelligent. Es mag ja sein, dass eine KI einem menschlichen Sachbearbeiter komplexe Vorgänge vereinfacht. Aber dass sie gleich eigenständig unwiderrufliche (!) Entscheidungen trifft und Bescheide verschickt, das ist schlicht ein juristischer und politischer Skandal: Wenn eine KI entscheidet, ein Widerspruch nicht möglich ist und nur der teure Klageweg bleibt, dann ist der existenzielle Schaden programmiert. Viele Mittelständler und Kulturschaffende sehen sich verschuldet, bis hin zu einem unverschuldeten Konkurs.

Ich erinnere nochmal:

Markus Söder sagte in seiner Regierungserklärung “Sie erhalten eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe (…) die nicht zurückgezahlt werden muss.” (..) Die Situation im Land ist für alle schwierig. Ich sage aber auch: Wir kommen da durch. Es gibt eine Zeit nach Corona. Bayern wird auch danach noch da sein…!“

Stimmt, Bayern ist Gott sei Dank noch da! Nur steht in Bayern jetzt nicht nur für die Betroffenen die Frage im Raum: Was ist das Wort unseres Ministerpräsidenten Markus Söder wert…?

Initiatorin Renate Hartwig

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Patientenleben als Abrechnungsziffer

Teil 4: Alter Wein in neuen Schläuchen

Gut platziert hängen sie für uns in den Wartezimmern, die Plakate, auf denen die Rechtfertigung steht, weshalb wir gesetzlich Versicherten solange u.a. auf einen Arzttermin warten müssen!

Die KVBW (Kassenärztliche Vereinigung Baden- Württemberg) formuliert für die Ärzteschaft:

„Erstklassige Behandlung MACHEN WIR!

Schnelle Termine: KÖNNEN WIR LEIDER NICHT IMMER ANBIETEN

Die Mittel für die medizinische Versorgung sind von der Bundesregierung gekürzt worden. (..)

Auf weiteren Plakaten vom MEDI Verbund Baden-Württemberg, (einem Zusammenschluss von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Psychotherapeutinnen und – Therapeuten aller Fachrichtungen) ist zu lesen:

„Wir kämpfen für Ihre medizinische Versorgung- Machen Sie mit!

Ihre Wartezeiten für Arzttermine werden immer länger?

Ihre Ärztinnen und Ärzte haben leider immer weniger Zeit für Sie?

Sie erreichen Ihre Praxis telefonisch nicht mehr?  

Sie haben Probleme, Ihre Medikamente zu bekommen?

Sie finden gar keinen Arzt, keine Ärztin mehr?

Die Politik hat dazu beigetragen, dass sich die ambulante Versorgung drastisch verschlechtert hat. (…)

Es ist dasselbe Ziel, dass Sie und uns verbindet. (..)

Ihr Praxisteam

Das ist Lügen durch Weglassen!

Denn die Wartezeiten, um einen Arzttermin zu bekommen liegt nicht an „der Politik“ sondern ausschliesslich an der Entscheidung von Gesundheitsminister Lauterbach SPD.

ER war es, der der Ärzteschaft Geld, nämlich in Form einer Abrechnungsziffer, die von seinem Vorgänger Spahn CDU für die Aufnahme von neuen Patienten/Innen eingeführt wurde, gestrichen hat. Heißt im Klartext: Da die Ärzteschaft dieses Geld nicht mehr bekommt, wird eben kein neuer Patient/Patientin aufgenommen. Man schiebt den Termin weit hinaus. Hier liegt der wahre Grund weshalb wir Kassenpatienten gigantische Wartezeiten haben.

Hier ein Auszug aus den KV Unterlagen:

(..) Regelung als Anreiz neue Patienten aufzunehmen

Die Neupatientenregelung wurde vor drei Jahren mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz eingeführt. Ursprünglich ist vorgesehen, dass die Krankenkassen zusätzliche Finanzmittel bereitstellen müssen, damit Versicherte schneller einen Termin bekommen beziehungsweise einen Facharzt konsultieren können. Leistungen für die Behandlung von Patienten, die erstmals oder erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder in der jeweiligen Arztpraxis behandelt werden, sollten in voller Höhe vergütet werden. (..)

Genau diese Unzufriedenheit in der Ärzteschaft und die Folgen für uns Patienten, haben mich 2007 dazu gebracht in die Tiefen der ärztlichen Berufspolitik einzusteigen. Fast identisch, wie vor 17 Jahren, sind die Unzufriedenheitsbekundungen der Ärzteschaft, was die Bezahlung betrifft, die sie für die Behandlung von Kassenpatienten bekommen. Teilweise ist der ärztliche Frust und die Entwicklung für uns als Kassenpatienten, wortwörtlich in meinen Büchern über das Gesundheitssystem und in meinem Blog dokumentiert. Leider handelt es sich bei den jetztigen Beschwerden der Ärzteschaft um „neuen Wein“ in „alten Schläuchen“ Nichts hat sich geändert! Als Privatpatient bekommt man nach wie vor umgehend einen Termin. Als Kassenpatient wirst du, wenn du einen Termin bekommen hast, immmer öfter, ähnlich wie beim Haustürengeschäft, mit individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL) „versorgt“ um die finanziellen Lücken in der Arztpraxis zu schließen!! Ergo: es hat sich nichts geändert, nach wie vor sind wir es als Kassenpatienten, die den Frust der Ärzte ausbaden!  

Fortsetzung folgt

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Wählen ist das Privileg der Demokratie

Pressemitteilung

AUFRUF ZUR STICHWAHL AM 28. JANUAR 2024

Es war Sonntag der 14. Januar 2024. Die Landratswahl im Landkreis Neu-Ulm stand an. Mein Mann und ich waren auf dem Weg zum Wahllokal um unsere Stimmen abzugeben. Da kam der Anruf von Bekannten für eine Einladung. Wir nahmen an und dies führte – beim anschließenden Treffen – zu einer längeren Diskussion im Kreis von Personen, die wir als politisch informiert kennen. Unsere Wahlbeteiligung wurde als völlig sinnlos und Zeitverschwendung abgetan. Das konnte ich so nicht stehen lassen. Mein Argument dagegen: Wer politische Entwicklungen und Entscheidungen vom Sofa aus kritisiert und dann die Möglichkeit es zu verändern nicht wahrnimmt, der verspielt demokratische Privilegien.

Das amtliche Endergebnis dieser Landtagswahl ist schon wegen der Wahlbeteiligung erschreckend. Von 136.203 Wahlberechtigten (100%) haben nur 50.395 (37%) dieses Privileg mitzuentscheiden genutzt. 

Nun kommt es zu einer Stichwahl. Und das ist mehr als nur ein Zahlenspiel. Es steht im Landkreis die Wahl zu einem Landrat/Landrätin an.  Der/oder diejenige übernehmen ihr Amt in einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche. Auch im Landkreis Neu-Ulm gibt es keinen Schutzwall, der uns von Verunsicherungen schützt. Deshalb braucht der/oder die bei Amtsübernahme außer guten Mitarbeiter/Innen, Durchhaltevermögen und Erfahrung, vor allem einen ganz klaren Auftrag der Wahlberechtigten. 

Wer die Landratswahl als sinnlos und Zeitverschwendung sieht, verkennt den Einfluss dieser Position auf unser tägliches Leben. Am kommenden Sonntag, den 28.Januar 2024 ist bei der anstehenden Stichwahl noch viel Luft nach oben, um mitzuwirken, wer die nächsten sechs Jahre dem Landkreis vorsteht!

Renate Hartwig

21.Januar 2024

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1. April und kein Aprilscherz!

Angela Merkel erhält den höchsten deutschen Verdienstorden!

Mir fehlt die Begründung! Bekommt sie ihn etwa:

Weil sie in ihrer 16 Jahre dauernden Kanzlerschaft die anstehenden Reformen – Rentenreform, Krankenkassenreform, Bildungsreform, kalte Progression usw. ausgesessen hat?

Weil sie eine Reihe von guten Politikern, die ihr nicht passten, weggebissen hat?

Da sie überhastet den Ausstieg aus der Atomkraft, ohne Lösungen beschlossen hat?

Weil die Abhängigkeit vom russischen Erdgas unter ihrer Kanzlerschaft billigend gefördert wurde?

Oder etwa wegen ihrem Plan das Bundeskanzleramt

8x größer als das Weiße Haus, 3x größer als Élysée-Palast in Paris und 10x größer als der britische Regierungssitz – für inzwischen ca. 900 Millionen € – zu vergrößern?

Oder bekommt sie den Verdienstorden, da sie uns eine gespaltene Republik hinterlassen hat?

Wer mir jetzt kommt vonwegen unter ihrer Kanzlerschaft waren es gute Jahre, der sollte sich die Brille putzen! Genau hinhören, wenn ehemalige DDR-Bürger/Bürgerinnen über Angela Merkel die Meinung vertreten: Sie war die letzte Rache Honeckers! RH

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Volksvertreter/Innen stört kein Gesetz

Ein System gegen das Gesetz

In jeder Koalition gab es Ansätze für eine Reform des Wahlrechts. Und immer wieder wurde darüber gesprochen, jedoch nie gehandelt! Laut Gesetz ist der Bundestag auf 598 Abgeordnete angelegt! Die Damen und Herren aller Parteien haben sich über mehrere Legislaturperioden geeinigt, mit Überhangsmandaten sicherzustellen, dass jeder gewählte Stimmkreisabgeordnete in den Bundestag kommt! Um dies durchzusetzen wurden Ausgleichsmandate geschaffen. So kamen alle Parteien zu zusätzlichen Sitzen. So wurde der Bundestag auf 736 weibliche und männliche Abgeordnete aufgeblasen!

Die Kernfrage, weshalb die Bundesregierung bei der nun vorgelegten Wahlrechtsreform auf 630 und nicht auf die laut Gesetz 598 Abgeordneten abspeckt, ist offen! Doch es zeigt die Fratze dieses Systems, in dem die Gier nach Macht selbst ein bestehendes Gesetz ignoriert!

Passt zu all den Unglaublichkeiten unserer Damen und Herren Parlamentarier und dem ausgeprägten Gen der Selbstbedienung, ohne jegliches Unrechtbewusstsein!

Bestes Beispiel ist im Moment die Lobhudelei über eine kommende „enorme“ Rentenerhöhung ab Juli 2023 im Westen von 3,5 % und im Osten von 4,2 %!  Die dabei zeitgleich mit den Renten automatisierte Diätenerhöhung von 3,4 % für jeden/jede der 736 Abgeordneten wird nicht thematisiert! Und wir warten auch dieses Mal vergebens, dass sich jemand aus dieser Liga dagegenstellt, oder sagt – nein danke, mir langen die 10.323,29 € pro Monat, schon aufgrund der angespannten Situation für das Volk, verzichten wir im Juli 2023 auf die 3,4 %!

Alle 736 Volksvertreter/Innen kassieren ab Juli nun 10.674,28 €!!!

Dazu kommt eine steuerfreie Pauschale von monatlich 4 725,48 € für ein Wahlkreisbüro oder eine Wahlkreisbetreuung. Die weiteren Zuwendungen, ob freie Fahrten erster Klasse, gesicherte Pension bereits nach EINER Legislaturperiode usw.usw.usw.!

Die Frage ob „Opa Willi“ der nach über 40 Jahren Arbeit im Schnitt mit ca. 1200 € Rente auskommen muss, sich tatsächlich von Einem oder Einer dieser 736 Personen vertreten fühlt, wage ich zu bezweifeln!   

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Polititische Liga der Abzockerei

Der Bund der Steuerzahler hat rund 200.000 Mitglieder. Keine andere Organisation nimmt die Ausgaben des Staates in den Blick. Und das seit über 70 Jahren ist er die Interessenvertretung für alle Steuerzahler! Ich stelle hier die Frage: Was nutztes, wenn wir erfahren wie und wer sich an diesem, mit unseren Steuergeldern gefüllten Selbstbedienungsladen bereichert!? Welche Konsequenzen hat es für die Zunft der Abzocker? Derer die uns durch ihre Inkompetenz, bis hin zur boshaften Ausnutzung schaden? Mir ist eine Auflistung dieser Vorgänge zu wenig!

Hier denk ich an alle die unser Gemeinwesen, ohne tatsächliche Wertschätzung, überwiegend unterbezahlt ohne Privilegien und Absicherungen, mit ihrer Hände Arbeit am Laufen halten.   

Denke an die Alten, die nach 40 und mehr Jahren Arbeit nun Pfandflaschen sammeln und an der Tafel anstehen!

Nehmen wir in dieses Bild die beiden neuesten Fälle auf: Lambrecht die nach ca. 13 Monate als Verteidigungsministerin ein Übergangsgeld von 220 000 € und eine monatliche Pension über 4.600 € erhält!   

Oder die zehn abgewählten Berliner Stadträte und Bezirksbürgermeister, die bei der Wiederholungs-Wahl in Berlin im Februar 2023 abgewählt wurden! Sie erhalten bis 2026 volles Gehalt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf fünf Millionen Euro bis zum Ende der Wahlperiode. Im Februar 2023 wurden einige Wahlsieger der Berlin-Wahl von 2021 von den Berlinern abgewählt. Für die Abgewählten gibt es weiter monatlichen Gehalt.

Und wie geht das: Weil die zehn Politiker von SPD Linken und Grünen 2021 zu Beamten ernannt wurden, bekommen sie weiterhin Geld. Bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2026 kassieren sie mindestens 9142 Euro/brutto im Monat – also etwa 330.000 Euro pro Kopf. Auf den Steuerzahler kommt somit eine zusätzliche Belastung von fünf Millionen Euro zu – obwohl die Politiker gar nicht mehr im Amt sind.

Der Satz des Berliner FDP-Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann „Versorgung stimmt, Leistung null“ reicht mir genauso wenig, wie die Auflistungen vom Bund der Steuerzahler über diese, für mich bereits kriminelle Abzockerei!  

SPD-Wahlverliererin Franziska Giffey strebt nun eine große Koalition mit der CDU an – doch Infos sickern durch, dass Teile der Partie diesen Plan jedoch ablehnen. Einer der dazu gehört soll SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sein! Wen wundert es: Er könnte in einem möglichen rot-grün-roten Bündnis auf Giffey folgen.

Das sind doch super Aussichten, wenn man seine bisherigen beruflichen Lebensleistungen betrachtet: Kevin Kühnert hat 2009 ein Studium der Publizistik – und Kommunikationswisssenschaft an der Freien Universität Berlin begonnen – in das er sich eingeklagt – und 2010 wieder abgebrochen hat!! Danach arbeitete er bis 2014 im Callcenter von my Toys!  Keine Frage: Politik beinhaltet tatsächlich ungeahnte Möglichkeiten von Karrieren. Vor allem wer es in die Hallen der Politik schafft, ist durch unser aller Steuerabgaben abgesichert inclusive Pension!

Deshalb fordere ich seit Jahrzehnten eine Klärung und endlich Konsequenzen! Gegen diese, für mich bereits kriminellen Vorgänge im Politikzirkus, bis hin zum ausufernden Selbstbedienungsladen unserer Abgeordneten – egal ob weiblich oder männlich! Übrigens eine in Quoten versteckte Ungerechtigkeit, oder eine Fehlbesetzung eines politischen Amtes wegen Machterhalt, hat bereits kriminellen Charakter und zeigt den Verlust von Unrechtbewusstsein durch alle Ebenen!

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