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Zur Klärung meinRückblick vom August 2007

Anfang der 90er-Jahre habe ich ein Thema auf die Tagesordnung von Politik und Gesellschaft gesetzt, das bis dahin unter Fachleuten diskutiert wurde: Scientology!

Ich holte es aus der Nische der Experten und konfrontierte die Leser zu diesem Themenkreis in meinen sechs Sachbüchern (3 davon wurden Bestseller) und einem Jugendroman sowie die Zuhörerschaft meiner Vorträge.

Um Missverständnisse auszuräumen: Ich behandelte das Thema gesellschaftspolitisch und ausschließlich als Autorin und freie Publizistin. Ich wollte keine Planstelle, keine Steuergelder und ich wollte nie Sektenbeauftragte sein und auch nie eine werden.

Die Frage, weshalb es zum Thema Scientology keine Rechtssicherheit gibt, beschäftigte mich über Jahre. Erstaunt bin ich heute noch, mit welchen zwiespältigen Informationen ich mich auseinandersetzen musste.

Aufgrund meiner Publikationen und den Vorträgen war ich ständig massiven Attacken vonseiten Scientology ausgesetzt. Trotzdem trieb mich eine einzige Frage vom Buch zu Buch: Weshalb gelingt es nicht, das Thema in der Sache zu diskutieren, und weshalb fehlt uns Bürgern die notwendige Rechtssicherheit?

Meine Fragen an die Politik verhalten.

Scientology wurde wellenartig zum Wahlkampfthema der einzelnen Parteien und Politikern, dass die Medien prächtig ausschlachteten. Nach jeder Wahl verebbte das Interesse der kleinen wie der großen Politik an Scientology.

So habe ich mehr als 11 Jahre versucht Scientology gesellschaftspolitisch nach den Statuten eines Rechtsstaats klären zu lassen.

Gelungen ist es nicht.

Hier liegt begründet, weshalb das Thema SC unweigerlich zur Polarisierung führte. Das kann nur nachvollziehen, wer sich in diesem Dschungel zwischen Freund und Feind zwischen Information und Desinformation sowie zwischen Interessenkartellen bewegt hat. Von staatlicher und kirchlicher Seite entstanden Broschüren und Planstellen, Tagungen und eine endlose Fülle von Worthülsen.

Geklärt wurde dadurch – wie die neuesten Informationen zeigen – bis heute nichts!

Für verschiedene Interessengruppen wurde das Thema SC nach Belieben als Steigbügel benutzt. Im Tanz um das Goldene Kalb „Steuertopf“ reihten sich immer mehr Personen als „Sektenexperten“ ein, je mehr das Thema öffentlich diskutiert wurde!

In meinen Büchern habe ich kontinuierlich darauf hingewiesen Aufklärung nicht nur als Wort und berufliche Absicherung zu sehen. Bei näherer Betrachtung wie mit dem Thema Sekten Weltanschauungs-und Psychogruppen umgegangen wird, kamen mir immer mehr Zweifel an der Arbeit der Sektenbeauftragten.

Das wurde mir übel genommen. „Nestbeschmutzer“ war einer der harmlosen Vorwürfe an mich. Versuche, mich über Verleumdungen zu schädigen, gehören zu meinem Alltag. Der Überbringer der schlechten Nachricht wurde früher geköpft! Heute wird versucht dieses „Köpfen“ über Rufmord zu vollziehen!

Und trotzdem bleibe ich dabei: Die Unsicherheiten in der Bevölkerung entstanden und entstehen hauptsächlich dadurch, wie egomanisch geprägte Beauftragte mit diesem Thema seit Jahrzehnten umgehen.

Im Jahr 2000 wurde mir immer klarer, es geht dem überwiegenden Expertenkreis nicht um die Sache, nicht um eine von mir geforderte gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Gruppierungen, sondern um Machtspiele der einzelnen Beauftragten untereinander und vor allem um deren Besitzstandswahrung.

Mein Ziel war aber von Anfang an Klärung und Rechtssicherheit im Thema Scientology.

Durch meine erfolgreichen Publikationen und Vorträge war ich nicht nur den Angriffen der Scientologen ausgesetzt, sondern auch den Neidattacken der Sektengegnerszene sowie deren Handlanger. Kirchliche Sektenbeauftragte vergaloppierten sich in ihrem Zorn auf meine Veröffentlichung so weit, dass sie Aufklärung verhindern wollten. Über Diffamierungen versuchten sie meinen Jugendroman „Gefährliche Neugier“ an einer hessischen Schule zu stoppen und griffen einen Minister über einen Zeitungsartikel an, der mein Engagement unterstützte. Vom Büro des Ministers wurde mir die Unsinnigkeit der Angriffe bestätigt. Schulleiter Religionslehrer Eltern und Schüler entsetzten sich über das Vorgehen der Sektenbeauftragten und solidarisierten sich mit mir. Einige Eltern informierten mich, dass sie den Versuch Aufklärung zu verhindern, vonseiten der Sektenbeauftragten, so entrüstet hat, dass sie deshalb aus der Kirche ausgetreten sind!

Weshalb ich durch die Vorkommnisse immer mehr zur Fragenden wurde und einzelne Personen, Vorgänge sowie Vernetzungen der alimentierten Sektengegner hinterfragte.

Meine Recherchen zum Thema Scientology und deren Kritiker war eine prägende Lebenserfahrung. Die Führungselite der Sektengegnerszene entlarvte sich mir gegenüber bereits Ende der 90er-Jahre, indem sie genau das Repertoire gegenüber ihren Kritikern einsetzt, das sie selbst den Sekten vorwirft.

Bis heute zu feige, sich einem offenen Gespräch zu stellen, wurde und wird mit versteckten Verleumdungen agiert und werden Gerüchte gestreut, wird versucht, ihre Kritiker mit allen Mitteln mundtot zu machen.

Die Masken der „Gutmenschen“ bröckeln damals wie heute, wenn es um den Umgang mit Gegnern geht. Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen, gehetzt, verleumdet und intrigiert.

Christlichkeit habe ich am allerwenigsten in dieser Sektengegnerszene erfahren.

Um Aufklärung bemüht, begegnete ich hautnah ideologischem Fanatismus, Rufmord von beiden Seiten und dem Missbrauch von Meinungsfreiheit. Der sogenannten „Aufklärungsszene“ geht es meiner Ansicht nach nicht um Klärung, sondern überwiegend um Existenzsicherung auf Kosten der Allgemeinheit. Wir, die Steuer- zahlende Bürgerschaft sind dabei nicht nur die Ahnungslosen, sondern durch das Weglassen von Fakten auch die manipulierten Dummen.

Sektenaufklärer bringen immer wieder dasselbe sehr begrenzte Repertoire, ohne zu einer Lösung zu kommen, weil eine Lösung nicht im Repertoire in dieser Szene enthalten ist.

Meine kritische Grundeinstellung gegenüber Scientology hat sich nicht geändert.

Nur, das Thema Scientology sah ich nicht als endlose Lebensaufgabe. Die ständigen Wiederholungen der Gefahr, ohne tatsächlicher Klärung und ohne Rechtssicherheit fingen an, mich zu nerven. 2001 entschied ich, einen Schlussstrich zu ziehen.

Selbstkritisch hinterfragte ich, wie Aufklärung zu einer Farce werden konnte. Wellenartig stürzten sich schon damals die Medien im Wettstreit um die Schlagzeilen auf das Thema und oft wurde die journalistische Sorgfaltspflicht der Sensationsgier geopfert.

Immer um Offenheit bemüht und um Gerüchten keine Nahrung zu geben, wollte ich das Thema nicht beenden, ohne aufzuzeigen, wo die Gefahren für einen Klärungsprozess lauern, vor allem wo durch einen, in sich geschlossenen Kreis von Sektenexperten, in dem Machtkartelle und eisernes Schweigen über Missstände herrschen, auch die Gefahren für einen Rechtsstaat lauern.

Für mich war und ist tatsächliche „Aufklärung“ gescheitert. Deshalb entstand mein Buch „Die Schattenspieler“! Ich wollte damit eine offene kontroverse Diskussion in Gang bringen, wie sie in einem Rechtsstaat möglich sein muss!

Genau das wurde mir von der Zunft der „Sektenexperten“ übel genommen.

Leider fehlt diesen Sektengegnern bis heute die Größe, sich einer fachlichen sowie sachlichen Auseinandersetzung zu stellen. Viele Diskussionen wären überflüssig. Es gebe Rechtssicherheit und weniger Rufmord, verbunden mit dem Wort Scientology.

Nach Erscheinen meiner ersten beiden Bestseller 1994 („Scientology ich klage an“ und „Scientology die Zeitbombe in der Wirtschaft“) war ich zeitgleich in beiden Lagern, -bei Scientology und deren Gegnern- ein Dorn im Auge. Und so begann sich das Verleumdungskarussell zu drehen. Damals tat ich es als dumme, aber typische Neidreaktion der Szene ab. Und erlebte Rufmord in allen Facetten.

Scientology verteilte die Aussagen von Sektenbeauftragten gegen mich auf ihren Flugblättern. Sektengegner benutzten und benutzen bis heute die schwarze Propaganda der Scientologen gegen mich. Getarnt als Meinungsäußerungen wurde ich über Jahre mit Diffamierungskampagnen vom Sektengegnerkartell überzogen.

Eine weitere Steigerung gab es nach Erscheinen meines Buches „Die Schattenspieler“! Die Zunft wollte mit dem Inhalt des Buches nicht konfrontiert werden. Und was bleibt dann, nachdem das Buch nicht verhindert werden konnte?

Eine Diffamierungskampagne wurde gestartet. Nein, nicht offen, sondern so, wie das System Rufmord funktioniert. Hinter vorgehaltener Hand, über Dritte im Internet lanciert, indem jeder den anderen zitiert und durch gezielte Desinformation, indem Fakten weggelassen werden. Damit soll bis heute die Diskussion um eine gescheiterte Aufklärung und die daraus entstandenen Folgen verhindert werden.

Als Verleumdungskampagnen meine Existenz bedrohten, musste ich zur Schadensbegrenzung den zivil- und strafrechtlichen Klageweg beschreiten, auf dem ich mich, nach Lage der Dinge, noch eine ganze Weile aufhalten muss.

Es war und ist eine teilweise völlig absurde Situation. Durch Verleumdungskampagnen bin ich gezwungen, juristisch gegen Personen vorzugehen, die sich bis heute medienwirksam positionieren, um die Vorgehensweisen von Scientology gegen Kritiker anzuprangern. Dieselben Personen wenden genau die Mechanismen an, um ihre eigenen Kritiker mundtot zu machen, die sie als „Sektenexperten“ bei Scientology anprangern.

Dadurch entstand für mich immer mehr das Bild einer Symbiose zwischen Scientology und deren Gegnern.

Folgende Fragen sind seit Jahren unbeantwortet:

– Wer schaut von wem ab?

– Ist es zulässig, wenn unter dem Deckmantel von „Aufklärung“ Existenzen vernichtet werden?

– Werden bewusst und gewollt Persönlichkeitsrechte ausgehebelt?

– Wird die Öffentlichkeit gezielt durch Lügen durch Weglassen desinformiert?

– Weshalb werden diese angewandten Methoden des Kartells der

Sektengegner von politischen Kreisen akzeptiert?

– Wem nutzen diese Methoden?

– Warum ist eine offene Diskussion in der Sache nicht möglich?

Die Ist-Situation 2007 bestätigt meine jahrelangen Erfahrungen mit der

Aufklärungsszene und deren eigenen Interessen!

Durch die Expansion von Scientology festigen sich nicht nur die Planstellen für Sektenbeauftragte von Staat und Kirche, sondern Neue werden in Aussicht gestellt.

In der Wirtschaft nennt man so einen Zustand Aufschwung! Der nutzt dem Marketing der Planstellenbesetzer. Immerhin können sie am Ende des Jahres die „Wichtigkeit“ ihrer Funktion durch Medienauftritte dokumentieren.

Wer fragt da noch, ob es der Klärung in der Sache nutzt? Richtig! Niemand.

Was tatsächlich fehlt, sind Redaktionen, die nicht nur Meldungen abschreiben, sondern Fragen stellen. Es fehlen Redakteure, die Zeit für genaue Hintergrundrecherchen bekommen. Die sich nicht von einer Position blenden lassen und den Weg der juristischen Sicherheit gehen. Nach dem Motto: Wenn das ein offizieller „Sektenbeauftragter“ sagt, kann ich es ungeprüft schreiben.

Ich habe bereits 2002 erkannt: Aufklärung, die zur Klärung führt, ist weder in der Szene der sogenannten Experten erwünscht, noch von der Politik gewollt. Wäre es anders, gäbe es heute eine völlig andere Sachlage!

Populistische Forderungen wie sie im August 2007 gestellt wurden: „Eine einheitliche Front gegen Scientology bilden“ oder „Scientology muss verboten werden“ gehören zu den medialen wellenartigen Auswüchsen, die mit diesem Thema verbunden sind.

Die Frage nach der Rechtssicherheit bleibt bestehen. Warum wurde diese bis heute – nach immerhin über 40 Jahren Scientology in Deutschland – trotz dem Heer von Sektenbeauftragten und der Beobachtung durch den Verfassungsschutz nicht erreicht?

Was wurde in diesem Thema – außer Verunsicherung – tatsächlich erreicht? Zahlen wir mit unseren Steuergeldern Planstellen als Alibifunktionen?

Denn wie bitte passen diese neu formulierten populistischen Forderungen zu den Fakten?

Im Februar 2003 erteilte das eigenständige Bundesamt für Finanzen, rechtlich untergeordnet dem Bundesminister der Finanzen (2003 Finanzminister Eichel SPD) der Scientology Organisation die steuerliche Befreiung für Lizenzgebühren die an Scientology USA fließen. Der Grund ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Deutschland.

Ist das nun Realsatire? Denn genau diese steuerbefreiten Unterlagen sind es, die der Verfassungsschutz und die Sektenbeauftragten als Grundlage für ihre Warnungen und Verbotsforderungen nehmen.

Als ich 1994 juristische und politische Klärung in dem Thema forderte, wurde ich von genau den „Sektenexperten“ massiv angegriffen, die heute – 13 Jahre später

– populistisch die Verbotskeule schwingen.

Selbst politisch konservative Kreise warnen offen vor diesem Verbotsschritt. Warum? Weil das Thema bis heute ungeklärt ist und es keine Rechtssicherheit gibt! Und wer ist dafür verantwortlich?

Eine selbstsüchtige Szene, die nur ihre Planstellen im Sinn hat, sonst nichts! Selbstüberschätzung bis hin zur Omnipotenz sowie unqualifizierte Antworten auf Fragen über die Beweislage reihen sich aneinander.

Feindbildfestigung führt aber nicht zu einer Klärung!

Die Aussage, dass bestimmte Vorgänge in einer Demokratie nicht möglich sind, muss man in Verbindung mit dem Thema Scientology mit großer Vorsicht äußern: Denn das Kartell der Sektenexperten und deren Tross urteilt sofort – wer nicht mit uns zieht – ist unser Feind!

So befinde ich mich aufgrund meiner berechtigten Fragestellungen über den Umgang mit dem Thema in sehr guter Gesellschaft. Denn immerhin teilen der Regisseur Florian Henkel von Donnersmarck, der Schauspieler Müller-Stahl, die ehemaligen Bürgermeister Diepgen und Schütz bis hin zu Schauspieler Sky du Mont meine Ansichten, was in einem Rechtsstaat die Grenzen der Auseinandersetzung betrifft.

Gegen die Verleumdungen gegen mich, die heute noch gezielt im Internet und subtil über einzelne Personen verbreitet werden, habe ich mich erfolgreich gewehrt, und werde ich mich weiter mit juristischen Schritten wehren. Genau mit derselben Offenheit, mit der ich mich gegen die Angriffe von Scientology wehrte.

Aus der nun entstandenen Distanz sehe ich statt Aufklärung Fanatismus, statt Dialog Verleumdung, erkenne, es hat sich nichts geändert, seit ich mich mit der Aufklärung und Aufarbeitung eines Kraken – Systems beschäftige, bei dem zwei neue Arme nachwachsen, wenn einer enttarnt wird und wegkommt.

Nun denn, die in den Medien über das Sommerloch losgetretene Welle zum Thema Scientology wird wieder abebben, so lange, bis jemand wieder Lust auf Medienrummel bekommt und eine neue Welle in Gang setzt. Und weiter nichts geklärt wird!!

Renate Hartwig

August 2007

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11.06.2026 Geburtstagsgedanken

„Außer der Zeit gehört uns nichts.“ (Seneca)

Ein Tag wie jeder andere? Eigentlich schon, denn ich komme ganz gut mit mir zurecht!

Mit meinen Fehlern und Schwächen habe ich einen Waffenstillstand geschlossen.

Normen und Konventionen sind oft Anzüge, in die man sich hineinzwängt.

Heute kann ich sagen: Dank meiner Eltern habe ich sehr früh gelernt mich umzuziehen, frei zu machen von den Zwängen um Bequemes zu tragen.

Von Jahr zu Jahr habe ich gelernt JA zu sagen, zu den Fähigkeiten die in mir angelegt sind, die mir viel Freude bereiten und mich weiterbringen. Von Kindesbeinen an ist mir Schreiben und der Kontakt mit Menschen wichtig.

Ich bin im Herbst des Lebens. Da wird geerntet und neu gepflanzt! Ich pflanze neue Bäume. An denen hängen Buchstaben, die ich weiter pflücke und zwischen zwei Buchdeckel setze – dies wird so bleiben ….!

Jeden Tag danke ich für mein bisher gelebtes Leben. Möchte keine Höhen und Tiefen missen! Keine Frage, diese haben mich geprägt, stark gemacht um auch, wie jetzt im Herbst des Lebens starten zu können.

Ich begrüße mit Begeisterung mein neues Lebensjahr und freue mich, auf eine spannende Zeit. Ich habe die Gewissheit, dass mir der Himmel auch weiterhin Schutzengel zur Seite stellt! 

Herzliche Grüße von meinem Start ins neue Lebensjahr……sendet Euch

Renate Hartwig

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Ein Tag für Mutter?

Hast du Zeit für ein kurzes Telefonat? So stand es im Whatsapp an mich von einer guten Bekannten. Das Wort „kurz“ ist nach einem über drei Jahren fehlenden Kontakt  relativ. Nach kurzem Austausch über das Empfinden in dieser jetzigen Zeit, dem Abfragen der jeweiligen Gesundheit und Lebenssituation, kamen wir auf die Kinder zu sprechen. Die Einsilbigkeit war nicht zu überhören. Ich fragte nach dem  Grund, da brach es aus ihr heraus!

„Was sagst du zum Muttertag?“ Aufgrund meiner Einstellung und dem Umgang damit verblüffte mich die Frage, nicht nur, da wir uns lange kennen und sie genau wusste, wie ich dazu stehe.

Solange im Kindergarten, in der Grundschule gebastelt und gemalt wird, ist für mich dieser „Ehrentag“ ehrlich, herzlich und schön. Doch sobald er bei Kindern (meistens fängt es in der Pubertät an) zur Pflicht wird, genau an dem Tag „Mutter“ zu erfreuen, wird es oft – nicht zuletzt durch Werbung angeheizt – zur Pflicht und leider dann oft zur Farce! Damit es soweit nicht kommt, gibt es 364 Tage um dies durch offene Kommunikation zu verhindern

In dem Telefonat mit meiner Bekannten wurde genau dieses Fehlen von Kommunikation belegt. Sie lebte ihr Leben. Ihre erwachsenen Kinder zeigten erst ein auffallendes Interesse an ihrem Alltag, als sie erfuhren, dass sie dabei war, nach langer Einsamkeit wieder eine Beziehung einzugehen. Über Jahre gab es lediglich die obligatorischen Pflichteinladungen an Weihnachten und die Abfrage nach der gesundheitlichen Situation. Und die zu oft gestellte Frage, ob das Haus mit Garten ihr nicht zuviel sei?

Das Jahr hat 365 Tage und in der Summe gesehen, kommt es auf das Jahr verteilt, auf die kleinen Gesten der Wertschätzungen an. Dazu gehört ein echtes offenes Gespräch. Oft langt ein genaues Zuhören, um das Wichtige zwischen den Zeilen zu hören. Mir war schnell klar, weshalb sie  die Eingangsfrage stellte, was ich vom Muttertag halte. Und ich stimmte ihr in allen Punkten zu, dass ein Pflichtblumenstrauß am Muttertag nicht langt:

Um ein Jahr Sprachlosigkeit und Desinteresse aufzuheben.  

Um einer Mutter ein Jahr ohne echten Kontakt vergessen zu lassen.

Um seelische Verletzungen – ohne Aussprache – wegzuwischen.

Um zu erkennen, was unsichtbar auf der Banderole des Blumenstraußes steht:

Ist da jemand in deinem Leben der das Erbe streitig macht?

Aus der Perspektive meiner Anruferin betrachtet, hat dieser Tag etwas mehr Belastendes als das er erfreut!

Deshalb bleib ich dabei – wer fixiert ist auf diesen „Muttertag“ um einmal im Jahr emotional eine Wertschätzung zu erfahren, sollte sich mehr über die restlichen 364 Tage Gedanken machen, an denen die eigene Erwartungshaltung für mehr Kontakt, mehr Offenheit, weniger Pflichtbesuch unausgesprochen bleibt!!

Oft ist es nur die fehlende Zeit, um etwas zu klären. Problematischer ist, wenn die Mutter über 364 Tage ein spürbares Desinteresse an ihrem Leben erlebt! Da bleibt nur die Erfahrung, die als Flamme zwar schmerzlich brennt…. die jedoch in dem Moment neu leuchtet, wenn sie voll das eigene Leben anstrahlt!

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Die Frage – WARUM – 32 Jahre später!

Vor 32 Jahren, war der 7.März 1994 für mich und den Pattlochverlag kein normaler Tag. Mein Buch „Scientology – ich klage an“ wurde in heimlicher Mission im Ausland gedruckt und kam erst am Abend vor dem Erscheinungstag über die Grenze. Die Medien wurden kurzfristig informiert. Hintergrund war, dem Versuch der SC zu entgehen, das Buch über einstweilige Verfügungen zu stoppen. Das gedruckte Buch hatte ich noch nicht gesehen, als ich am Morgen des 7. März in Berlin im ZDF Morgenmagazin saß und von Maybrit Illner interviewt wurde. Perfekt vom Verlag organisiert, wurde das Buch am selben Morgen in die Buchläden ausgeliefert. Es wurde innerhalb weniger Wochen, zu meinem ersten Bestseller!

Noch heute fragt mich meine Leserschaft, was es damals war und heute ist, was mich zu Veröffentlichungen treibt, die oft mit Auseinandersetzungen verbunden sind? Damals war es ein Kampf, den viele als einen Kampf zwischen David und Goliath bezeichneten. Ja, es war eine Aktivität in der Öffentlichkeit, die für ein sogenanntes Privatleben nur noch wenig Spielraum ließ. Und zu einem Leben, das eben auch im privaten Bereich durch notwendige Maßnahmen eingeschränkt war. Weitaus mehr, als öffentlich ist. Begleitet mit Angriffen, die Vorsichtsmaßnahmen notwendig machten, die unsere ganze Familie betrafen und belasteten.

Elf Jahre und insgesamt sieben Bücher lang beherrschte mein Leben die Aufklärung um das Thema SC.

Sechs Jahre davon war ich mit dem Thema Referentin für Unternehmen und deren Sicherheitsbeauftragte im Wirtschaftsministerium.

Als 2003 die damalige Regierung – SPD/ Bündnis 90/ die Grünen – basierend auf einer Entscheidung des Bundesamtes für Finanzen, infolge eines Abkommens zwischen Deutschland und USA Scientology Deutschland von Steuern befreite, konnte und wollte ich diese Diskrepanz nicht akzeptieren. Für mich völlig absurd, Scientology per Verfassungsschutz wegen den Lehren von Hubbard und deren Umsetzung zu beobachten, jedoch zeitgleich den Vertrieb dieser Lehren steuerlich zu befreien!!

Ich kündigte meine Referententätigkeit im Ministerium und machte in meinem Buch „Die Schattenspieler“ Hintergründe und Zusammenhänge der Szene der Aufklärung und des Staates öffentlich. Keine Frage, nicht ohne den Versuch, mich von Seiten der sogenannten „Aufklärungsszene“ zum Schweigen zu bringen.

Auch dies gelang nicht.

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, zeigt sich, dass ich immer wieder ähnliche Situationen durchlebte, zwar mit jeweils verschiedenen Themen und Menschen. Sobald ich irgendwo spüre, hier wird Freiheit eingeschränkt, bin ich nicht mehr zu halten.

Es ist die Leidenschaft für Freiheit und Gerechtigkeit, die mich noch immer bewegt, mit aller Kraft gegen Ideologen und Mechanismen zu wehren, die wie ein Schlachtermesser in das Leben anderer stoßen.

Es ist die Wahrnehmung, die mich empfindsam für den drohenden Verlust der Individualität macht. Die mich antreibt, gegen Menschenverachtung immer und überall Widerstand zu leisten. Es ist die Leidenschaft für die Freiheit, die mich erkennen lässt, dass es der Tod unserer Individualität und unserer Gesellschaft ist, wenn wir den Zielen von Ideologen nicht Zivilcourage entgegensetzen. Der größte Kumpan von Ungerechtigkeit und Freiheitsverlust heißt Egoismus, der zweitegrößte heißt Gleichgültigkeit, der allergrößte heißt Geld- und Machtgier!

Dem gegenüber steht Zivilcourage, die zwar im Durchhalten nicht leicht ist und auch nie war, doch bleibe ich nach wie vor aus Erfahrung dabei: Einmischen ist Bürgerpflicht!

Übrigens, so kann die oft gestellte Frage von nachkommenden Generationen – was hast du dagegen gemacht – durch Wahrnehmung und notwendiges Einmischen, in jedem Fall und jederzeit, beantwortet werden!

Renate Hartwig

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Liebesbrief an mein Herz

Mein liebstes Herz,

ich verlasse mich auf Dich, denn Du hast bereits geschlagen, bevor ich denken konnte.

Du schlägst Tag für Tag mit unermüdlicher Zuverlässigkeit, auch wenn die Wege manchmal steinig sind. Deine Stärke zeigt sich in jedem Schlag, in jeder Regung, die mir Leben schenkt. Die Erkrankung Deiner Klappen und die zwei bereits erfolgten operativen Eingriffe, mögen für Dich wie eine schwere Reise wirken, doch Du trägst mich weiter – mutig, behütet und entschlossen.

Ich danke Dir für Deine unerschütterliche Kraft, auch wenn sich Unruhe, Schmerz und Müdigkeit manchmal melden. Du bist nicht nur ein Organ, sondern der Ort, an dem mein Sein pulsiert – meine Seele wohnt – der Takt meines Alltags schlägt, die Quelle meiner Träume, der Grund, warum ich jeden neuen Moment schätze und weiter gehe.

Heile in Ruhe, ordne Dich neu, werde stärker als zuvor. Ich verspreche Dir Geduld, Liebe und Achtsamkeit – werde Dir die Ruhe geben, die du verdienst, und werde Dir die Unterstützung schenken, die Du für weitere Eingriffe benötigst. Mit all meinem Mut, heute und immer.

In dieser, unserer gemeinsamen Reise gab es auch Ursachen außerhalb von Dir: Systemfehler im Gesundheitswesen, übergangene Diagnosen und viel zu lange Wartezeiten für notwendige Facharzttermine. Manchmal haben diese Hürden mich wütend gemacht. Öfter sogar Angst, doch du hast mich daran erinnert, dass ich diese Angst verlieren muss, denn wahre Heilung braucht Mut, Zeit, Geduld und Beharrlichkeit.

Danke, dass Du mich bis jetzt über diese Hürden weitergetragen hast, trotz Entsetzen und Frustration, die wir erlebten.

Ich danke dem Himmel für Deine unerschütterliche Kraft!

Mit all meiner Liebe, heute und immer.

Deine Renate

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Was wünschen wir uns im Alter

Ein wunderbarer Netzfund, den ich voll unterzeichen kann!

Wenn ich alt bin …

Wenn ich alt bin, möchte ich nicht „mein kleines Fräulein“ oder „meine Süße“ genannt werden.
Ich möchte mit Respekt behandelt werden und meine Identität bis zum Ende bewahren.

Ich möchte nicht einfach gedreht, angehoben oder bewegt werden, ohne dass man mir erklärt, was passiert.
Ich möchte mit Sanftheit berührt werden und verstehen, was man mit mir tut.
Ich möchte nicht beurteilt oder als schwierig abgestempelt werden.
Ich wünsche mir einen wohlwollenden Blick und das Verständnis, dass ich nicht immer leicht bin.

Wenn ich alt bin, möchte ich nicht in Krankenhauslaken schlafen,
sondern in meiner eigenen Bettwäsche.
Ich möchte nicht mit Einmalwaschlappen gewaschen werden,
sondern meine eigenen Pflegeprodukte benutzen.
Ich möchte meine Mahlzeiten nicht aus Plastikschalen essen,
sondern aus schönem Geschirr – wie zu Hause.

Wenn ich alt bin, möchte ich keine „Windel“,
sondern einen Schutz.
Kein Lätzchen, sondern ein großes Tuch.
Keinen Schnabelbecher, sondern ein Glas, das gut in der Hand liegt.

Ich möchte nicht, dass man über mich spricht,
als wäre ich nicht da.
Ich möchte mit den Menschen sprechen können,
die sich um mich kümmern.
Ich möchte nicht, dass man meinen Rollstuhl einfach nimmt
und mich wortlos den Flur entlangschiebt.
Ich möchte wissen, wenn wir den Raum wechseln,
und mich in einem Tempo bewegen, das mir nicht schwindelig macht.

Ich möchte nicht hören,
ich solle „in die Einlage machen“,
nur weil ich länger brauche, um zur Toilette zu gehen.
Ich möchte, dass meine grundlegenden Bedürfnisse respektiert
und meine Würde bewahrt werden.

Wenn ich alt bin, werde ich schlechter gehen,
schlechter hören,
schlechter verstehen.
Aber ich werde immer noch lieben können,
Wünsche haben
und Angst empfinden.

Wenn ich alt bin, wünsche ich mir nur eines:
Dass man mir nicht das Recht nimmt, ich selbst zu sein.

Und vor allem wünsche ich mir –
lange bevor ich alt bin –
dass all diese wunderbaren Pflegekräfte, Pflegehelferinnen, Krankenschwestern und Pfleger
endlich die Unterstützung, Anerkennung und Wertschätzung bekommen, die sie wirklich verdienen.

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Zum Jahreswechsel : Ein halbvolles Glas

Das Jahr neigt sich zu Ende und am letzten Tag des Jahres geht der Blick zurück. Da steht sie im Raum, die Frage: Habe ich erfüllt, was ich mir vorgenommen hatte? Waren die Ansprüche zu groß, die ich mir am ersten Tag des Jahres an die kommenden12 Monate stellte?

In den ruhigen Minuten, in denen ich mir die letzten Tage diese Frage stellte, ging mein Blick zurück und die bekannte Geschichte vom Optimisten und Pessimisten fiel mir ein. „Mein Glas auf dem Tisch“ sagt der Pessimist, ist halbleer. Der Optimist sagt hingegen: „Mein Glas ist halbvoll!“

Mit diesem Gedankenspiel ging ich zurück bis an den Anfang dieses Jahres und dachte nach, ob es richtig ist, bei dieser Jahres-Inventur, die negativen Ereignisse von diesem Jahr als Maßstab zu nehmen?

Da waren doch die unzähligen Kleinigkeiten, die aneinandergereiht es mir ermöglichten, zu lachen, mich zu freuen, das Leben zu spüren. Erfolgreich zu sein, im täglichen Tun! Immer wieder ist es mir gelungen, trotz Widrigkeiten am Abend zufrieden einzuschlafen. Es lag wohl daran, dass ich nicht zugelassen habe, dass das Negative mich bis ins Bett begleiten durfte. Es kam auf den Tisch, wurde von mir nicht verdrängt. Habe es angeschaut und in die Schublade gelegt, auf der „Erledigen“steht.

In vielen Lebenssituationen wurde ich von meiner Leserschaft gefragt :“Wie halten sie das aus?“ Aufgrund meiner grundsätzlichen inneren Einstellung zum Leben, zu meiner Arbeit, zu Menschen, zu Situationen, ist mir diese Frage fremd. Immerhin habe ich selbst diese Wege gewählt, die ich beruflich und privat gegangen bin und weiter gehe. Nun, wahrscheinlich zählen für mich diese Kleinigkeiten, die der Alltag für mich bereit hält, einfach mehr!

Zum Ende dieses Jahres, denke ich nun an das halbvolle und das halbleere Glas auf dem Tisch von 2025. Und ich beginne zu überlegen, weshalb ich so manch schräge Lebenssituation stemmen konnte und mir auch bewusst ist, dass ich es auch weiter kann!

Es liegt wohl daran, dass im privaten Bereich für mich der Platz ist, der mir Kraft gibt, Mut und Ausdauer, unbändiges Glück und Zufriedenheit. Ohne meinen Mann ging vieles nicht. Seine Ruhe, seine Liebe, seine Kraft, seine absolute Verlässlichkeit, sein Weitblick und seine Kreativität sind seit 38 Jahren der Belag auf der Autobahn unseres gemeinsamen Lebens.

Und da sind die schönen Erlebnisse, die zu oft durch den Blick auf das halbvolle Glas, gar nicht mehr wahrgenommen werden. Doch wer es versteht, sie zu registrieren, wird dabei auch sein Denken verändern.

Bei mir sind es Glücksmomente durch Zufälle, Begegnungen, die ich oft als Fügung des Schicksal wahrnehme und die mich immer wieder faszinieren und mich begeistern. Mich erfreuen und auf das halbvolle Glas blicken lassen.

Da ist jedoch auch das halbleere Glas, dass mir von Außenstehenden oft hingestellt wird. In dem Listen mit Warnungen sind. Auch Kopfschütteln über meine Spontanität, meine Risikobereitschaft, meinen Mut mich einzumischen, und das Unverständnis, dass mir kein Umweg zu lang ist um ans Ziel zu kommen.

Ich schiebe es nicht weg, dieses halbleere Glas, dass mir von Dritten hingestellt wird. Sondern höre in mich hinein. Denk dabei an meinen Bauch, mein erster und bester Berater. Auf ihn ist Verlass. Es sind die Erfahrungen aus den Jahrzehnten meines Lebens: Bauchgefühl verdrängt, Chancen verschenkt!

Zum Ende dieses Jahres ein großes Danke an Sie, Dich, an Euch die wir uns im Jahr 2025 begegnet sind. Sei es über meine Bücher und Publikationen, im Gespräch, bei unseren Treffen im Künstlerhaus, bei meinen Vorträgen und Lesungen….oder ganz einfach irgendwo und wir uns von Mensch zu Mensch wahrgenommen haben.

Starten wir in das neue Jahr 2026! Im Gepäck Optimismus, den Willen und den Mut immer das halbvolle Glas im Blick zu haben.

Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Renate Hartwig

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Brief an das Christkind und die Folgen

 
Brief an das Christkind
Eingereicht von Stefan Reincke

In Nürnberg lebte eine alte Frau
für Sie war das Leben einsam und grau,
mit Ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
mit einem Wort - sie hatte kein Geld.

Sie überlegte angestrengt hin und her,
woher denn Geld zu kriegen wär'.
Ihr kam ein Gedanke - oh, wie fein,
sie schrieb einen Brief an das Christkindlein.

Liebes Christkind ich bin arm und alt,
das Geld ist zu wenig, und mir ist kalt,
drum schick mit schnellstens 100 Euro,
sonst werd' nicht mehr froh.

Eine andere Hilfe weiß ich nicht mehr,
denn ohne Moneten ist's doch recht schwer,
aber bitte beeil dich mit dem Geld,
sonst ist's nicht mehr schön auf dieser Welt.

Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
der Postbote ihn dann morgens entdeckt,
er liest die Adresse- was soll er nur machen,
„An das Christkind“- das ist ja zum Lachen.

Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein,
der kommt ins Fach vom Finanzamt hinein.
Am nächsten Tag dort angekommen,
wird er vom Beamten in Empfang genommen.

Wenn Sie nun glauben, er schmeißt weg diesen Brief
so ist das nicht, da liegen Sie schief,
er liest die Adresse und denkt gleich dran,
wie man der alten Frau helfen kann.

Ja, Glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
es gibt beim Finanzamt mal jemand mit Herz,
ihm kommt ein Gedanke, und das ist fein,
das könnt für die Frau eine Hilfe sein.

Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
Und sammelt recht fleißig von einem zum ändern.
Doch leider war er über den Erlös nicht ganz froh,
statt 100, bekam er nur 70 Euro.

Aber diese wurden dann verwandt
und an die arme Frau gesandt.
Diese freute sich sehr, man kann's kaum ermessen,
dass das Christkind hat sie nicht vergessen.

So schrieb Sie rasch einen Dankesbrief,
in Eile sie zum Postamt lief.
Sie schrieb ans liebe Christkindlein
dieses nette Brieflein:

Liebes Christkind deine Gabe erfreut mich so,
vielen Dank für die 70 Euro.
Doch solltest du mal wieder an mich denken
und so gütig mir wieder was schenken,
dann möchte ich Dich nur um eines bitten,
das Geld nicht über das Finanzamt zu schicken.
Denn die Lumpen haben ungelogen,
von den 100 Euro 30 abgezogen.

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Sonntagsgedanken zum Thema Kalenderblätter

Heute ist der letzte Tag im November. Das Jahr hat bereits den Mantel an. Noch ein Monat, dann wird es sich verabschieden, dieses Jahr 2025.  Der Dezember ist einer der zwölf Monate im Jahr, der vom Gefühl der Freude, der Menschlichkeit und dem Miteinander getragen wird. Bei einem Treffen unserer „Begegnungen“ bin ich sehr nachdenklich nach Hause gefahren.

Vor einem Jahr hatte ich die Idee, unsere monatlichen Treffen aufzuteilen. So trafen wir uns dieses Jahr bei uns im Künstlerhaus nur einmal im Quartal. Und ich schlug vor, dass wir uns die beiden anderen Monate mit dem Treffen abwechseln.

Der Grund war: Mir fiel die um sich greifende Einsamkeit auf, über die nicht gesprochen wurde. Zufiele lebten einsam und fingen an, mit ihren Möbeln zu sprechen. Oder der Fernseher war an, um Stimmen zu hören. Die meisten hatten Platz genug, nur besuchte sie niemand. Und so kam mir die Idee des Rotierens und es klappte wunderbar.   

Der Grund meiner Nachdenklichkeit beim letzten Treffen war ein Blick im Haus, in dem wir uns trafen. Zwei Wände waren bestückt mit selbstgemachten Dina 5 Pappe-Kalender mit Familienfotos. Pro Monat konnte die beschenkte Großmutter ein Foto betrachten und so am Leben ihrer Kinder und Enkelkinder teilhaben.  

Auf Rückfrage wurde mir gesagt, keiner der auf dem Foto zu sehen ist, war in diesem zu Ende gehenden Jahr zu Besuch im Haus der Großmutter. Alle waren das letzte Mal zusammen vor zwei Jahren, bei der Beerdigung des Großvaters.

Letzte Weihnachten bekam die Großmutter vom Sohn ein Handy. Eine Jugendliche aus dem Nachbarhaus half gegen Honorar, den Umgang mit der neuen Verständigung. Inzwischen beherrscht die 92-jährige Wathsapp. Um das Gefühl die Stimme des Gegenübers zu hören, habe ich das mit den Sprachnachrichten vorgeschlagen, gleich umgesetzt und es klappt. Zumindest unter unserer Begegnungsgruppe. Die Enkelschar der Großmutter stehen mehr auf Kurznachrichten, mit Rätseleffekt.  

Mir ist ein echter Besuch, in dem ich wahrgenommen werde, in dem tatsächlich mit mir gesprochen, gelacht eben ein gegenseitiger Austausch stattfindet, wichtig. Bei großen Entfernungen gibt es schon längst die Möglichkeit sich digital zu treffen. Also, es kommt nicht auf das wie, oder wie oft an! Sondern, dass es überhaupt stattfindet und darauf WIE echt und ehrlich es gemeint ist!

In unserem Dezembertreffen steht auf der To-do-Liste wie wir im neuen Jahr mit solchen „schlechte Gewissen Kalendern“ umgehen! Übrigens, genauso entlarvend, was die Pflichtkontakte betrifft, sind diese gezwungenen 3 G Besuche: Gekommen – Gegessen- Gegangen!  

Für mich steht fest: Wer ein ganzes Jahr keine Zeit für mich hatte, zeigt blankes Desinteresse! Den brauche ich auch nicht als Foto 12 X als Kalenderbild.

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Das Logo steht für „Club der informierten Erblasser“

Ein fröhliches Hallo in die Runde!

Lassst uns die Idee mit Leben füllen und loslegen. Unser erstes Treffen hat gezeigt: Wie ein roter Faden durchdringen uns dieselben Erfahrungen. Ab dem offiziellen Rentenalter wird unsere Selbstbestimmtheit – weil wir es zulassen – begrenzt. Unser Ziel ist es, dass wir in die Lage versetzt werden, frei von Unsicherheit, Angst oder Tabus Entscheidungen zu treffen.

„Club der informierten Erblasser“ steht für Selbstbestimmung, Aufklärung und gegenseitiger Unterstützung

Viele von uns fühlen sich bedrängt, ihren Nachlass bereits zu Lebzeiten weiterzugeben oder Entscheidungen unter Druck, bis hin zu belastenden, notariellen sowie gerichtlichen Auseinandersetzungen zu treffen.

Der Club bietet eine Plattform für Information, Austausch und mentale Unterstützung. Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen, beraten und unterstützen uns gegenseitig.

Ziel ist es, das gesellschaftliche Bewusstsein für ein oft tabuisiertes Thema zu schärfen: Das Recht, bis zuletzt eigenständig über das Erarbeitete zu entscheiden.

Uns allen einen guten Start – es liegt an uns, dieses oft selbstgewählte Schneckenhaus zu verlassen – aufzustehen und nicht Ja sagen, wenn wir Nein meinen!!

Erreichbar sind wir unter:

Tel. 0173 3004904 oder mail@renate-hartwig.de

Herzliche Grüße aus dem Künstlerhaus in Nersingen senden

Renate und Paul Hartwig

Club der informierten Erblasser ist eine Initiative von Renate & Paul Hartwig

Künstlerhaus – 89278 Nersingen – Jagdhornstr. 11 – Blog: direct.renate-hartwig.de

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