Nachdenken unerwünscht!

Augen zu und durch, so scheint sie zu sein, die durchgängige Methode sich mit den erlassenen Corona – Regeln auseinanderzusetzen. Jedes, sachbezogene Hinterfragen birgt die Gefahr, umgehend in gedankliche Schubladen einsortiert zu werden. Die sind versehen mit politischen Kampfbegriffen, wie „Verschwörungstheoretiker“, oder „Wissenschaftsleugner“ bis hin zu dem Totschlagargument „Nazi“! Doch für mich gilt nach wie vor: Ohne breite Diskussion gibt es keinen Erkenntnisgewinn.    

Die Gier nach Macht, der Egoismus, die Feigheit und Dummheit liegen wie eine Wolke über uns. Selbstkritisch muss ich feststellen, ich war bis vor einem Jahr davon überzeugt, es gibt die uneingeschränkte freie Meinungsäußerung. Daran habe ich geglaubt, dafür gestritten, oft auch gekämpft – und letztlich musste ich erkennen: Etwas ist in den Letzten 18 Monaten geschehen, dass Meinungsäußerung gesellschaftspolitisch nicht nur zur Farce, sondern gefährlich gemacht hat. Längst haben wir uns als Gesellschaft diesem perfiden, verlogenen Spiel um Macht angepasst und untergeordnet. Wir spielen es mit und lassen zu, dass es uns bereits verändert! Das mittlerweile unsere Gesellschaft gespalten ist, nehmen wir hin. Dieser Artikel ist der Versuch, es zu ändern.

Wir benehmen uns wie von dem „Drei Affen Syndrom befallen.“ Nichts hören, nichts sehen und schon gar nicht etwas sagen. Es könnte ja gegen die Regel sein. Denn immerhin hat die Politik subtil Macht nach unten abgegeben. Und zwar die Bestimmungsgewalt. Da ist z.B. die Verkäuferin an der Wursttheke, angehalten selbst den schwierigsten Kunden gegenüber freundlich zu sein. Und nun hat sie die Macht Bestimmerin zu sein. Bei der Kundin, die mit korrekt sitzender Maske auf der, am Boden festgeklebten gelben Abstands -Banderole steht, wird es umgesetzt.  Anstatt dem üblichen „was darf es sein“ kommt im harschen Befehlston: „Zurück, halten sie Abstand sonst bediene ich sie nicht!“ Die Kundin sieht fragend die junge Frau an – die mindestens 1 ½ m weg von ihr – ebenso mit Maske, hinter der Theke steht. Nach Rückfrage erfährt die Kundin, man „müsse“ einen Schritt hinter der Banderole stehen. Auf „wo steht das“ kam die Antwort: „Es ist so, weil ich es sage!“ Diese Kundin reagierte und verlies ohne Einkauf den Laden. Solche Beispiele können seitenlang aufgezählt werden. Jeder hat es schon erlebt. Dieses kontrollieren, dieses verpetzen, bis hin zum stigmatisieren. Denn der Anspruch – durch Corona Regeln – nun Macht und Kontrolle ausüben zu können – wird nicht nur von dieser Wurstverkäuferin umgesetzt!

Es zeigt eine immer hässlicher werdende Welt, die wir zulassen und akzeptieren – oft aus Bequemlichkeit, manchmal aus Angst, ohne den Schaden für uns alle zu erkennen! Öffnen wir endlich mutig die Augen. Durch unser durchgängiges Angepasst sein, unsere mangelnde Positionierung, unsere verloren gegangene Streitkultur in der Sache, wirken wir mit, an der gesellschaftlichen Trennung, wohin diese führt zeigte die Geschichte. Wehret den Anfängen, ist mehr als nur ein Satz!

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